Den Begriff Parkour hast du sicherlich schon das ein oder andere Mal gehört, gelesen oder die Ausführung in manchen Filmen und Musikvideos bereits gesehen. Es handelt sich dabei um eine Fortbewegungsart, bei der der Läufer, auch Traceur genannt, jegliche Hindernisse im Freien dank verschiedener körperlicher Bewegungen so effizient wie möglich überwindet. Hört sich vielleicht anfänglich sehr leicht an, ist es aber keineswegs. Denn eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen, wie bei jeder Sportart, ist die eigene körperliche Leistung.

Doch woher kommt Parkour eigentlich? Den Ursprung fand der Sport in den späten 80ern und wurde von Raymond Belle und seinem Sohn David Belle entwickelt. Raymond Belle wurde in Vietnam geboren und war ein ausgebildeter Soldat, der schon in seiner frühen Kindheit an effizienten Fluchttechniken trainierte. Sein Sohn setzte die Tradition eifrig fort und verhalf der Sportart zu schneller Popularität. Bereits in den späten 1990er und 2000er Jahren fand Parkour immer mehr Anhänger.

Das Besondere an Parkour

Es gilt hierbei, verschiedenen Hindernissen wie Mauern zu begegnen und nach eigenem Gefühl und eigener Selbsteinschätzung diese zu überspringen, zu erklimmen ohne dabei andere Gegenstände in Mitleidenschaft zu ziehen. Generell spielt die Rücksichtnahme auf Mitmenschen und die Umgebung natürlich eine große Rolle. Auch wenn du bereits körperlich sehr fit bist, solltest du dein Training keinesfalls vernachlässigen. Aufwärmübungen, sowie Kraft- und Ausdauertraining, gehören zum A und O vor jeder Trainingseinheit, um später möglichen Verletzungen vorzubeugen. Mentale Stärke gehört aber ebenfalls dazu, damit du, wenn es darauf ankommt, die Situation und deine eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen kannst. Jeder stößt irgendwann an seine körperlichen Grenzen, aus diesem Grund solltest du besonders als Anfänger erstmal mit kleineren Hürden beginnen und dich nach einer Weile stetig steigern.

Unterschiede zwischen zum Freerunning

Grundsätzlich gehören Laufen, Springen und Landen, Klettern und Balancieren zu den Grundelementen von Parkour. Allerdings ähnelt die Disziplin Freerunning mit seinen Techniken sehr an Parkour. Wie schon vorher erwähnt, ist die Effizienz eines der Ziele im Parkour. Das heißt, dein gewählter Weg durch die Umgebung sollte schnell und direkt sein. Bestimmte Drehungen oder Salti sind hier also fehl am Platz. Beim Freerunning hingegen werden bei der Bewegung durch Parks etc. Übungen wie z.B. Backflips, Überschläge u.a. genutzt. Die Effizienz selbst spielt hierbei keine Rolle. Es geht viel mehr um eine Art Vorführung der eigenen "Kunststücke".

Fazit

Welchen Methoden du dich auch bedienen möchtest, bleibt dir ganz selbst überlassen. Wichtig ist, dass du das Ausführen von waghalsigen Stunts vermeidest und dir nicht zu viel zumutest. Aber deine Angst vor großen Hindernissen oder langen Sprüngen sollte dir nicht im Wege stehen und dich in deinem Vorhaben einschränken. Denke stets daran, dass der Spaß und die Freude am Ausüben von Parkour immer im Vordergrund sein soll.

Die einmalige Fortbewegungsart hat dein Interesse geweckt? Na dann schnapp dir deine Sportsachen und überwinde die ersten Hindernisse auf deinem Weg.